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J.G. Niederegger GmbH & Co. KG

Torsten Köpke
Zeißstraße 3-5
23560 Lübeck

Tel: (0451) 53010
Email: torsten.koepke@niederegger.de


J.G. Niederegger

Die Erfolgsgeschichte der Marke Niederegger begann vor über 200 Jahren, als der Konditor Geselle Johann Georg Niederegger nach Lübeck kam. Kurze Zeit, nachdem er in die Konditorei Maret eingetreten war, verstarb sein Lehrherr, und die Witwe übertrug dem Gesellen 1806 das Geschäft auf eigene Rechnung. Niederegger wusste so gut zu wirtschaften, dass er 1822, als der inzwischen erwachsene Sohn Marets die väterliche Konditorei wieder übernahm, ein eigenes Haus erwerben konnte. In diesem Gebäude an der Breiten Straße 89, gegenüber dem alten Rathaus der Stadt, befindet sich noch heute das Café Niederegger, von dem aus das berühmte Niederegger Marzipan in alle Welt versandt wird. Einer Sage zufolge soll das Marzipan in der Hafenstadt an der Ostsee entstanden sein: Marci panis, zu deutsch Markusbrot, habe den Einwohnern Lübecks im Jahr 1407 über eine schlimme Hungersnot hinweggeholfen. Doch wurde wohl erstmals in Arabien die süße Leckerei aus zerriebenen Mandeln, gestoßenem Zucker und Rosenwasser hergestellt. Schon 1000 n. Chr. ließen Kalifen die feine Süßigkeit ihren Gästen reichen. Mit der arabischen Vorherrschaft in Spanien gelangte das Marzipan dann nach Mittel- und Nordeuropa, wo es als eine erlesene Kostbarkeit – manchmal mit echtem Blattgold überzogen – höchsten Würdenträgern als Geschenk dargebracht wurde. Lange Zeit war es allein Apothekern vorbehalten, Marzipan herzustellen und zu verkaufen. Marzipan galt als ein „Kraftbrot“, das mit zerstoßenen Edelsteinen und Perlen, aber auch mit Thymian und anderen Kräutern versetzt wurde, um Krankheiten zu heilen.
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Erst im 18. Jahrhundert ging die Herstellung des Marzipans in die Hände von Zuckerbäckern über. Zu den Zeiten J.G. Niedereggers bedeutete die Zubereitung von Marzipan harte körperliche Arbeit. Zunächst mussten die Mandeln geschält, verlesen und gewaschen werden. Dann stieß sie ein Arbeiter in einem Granitmörser, dem sogenannten Reibstein, mit einem Holzstößel zu Brei. Die Mandelmasse wurde zu einem Dritt mit Staubzucker vermengt. Dieses Gemisch wurde anschließend in kupfernen Pfannen unter ständigem Rühren geröstet, bevor der so zubereiteten Rohmasse nach dem Erkalten nochmals Puderzucker beigefügt wurde. Niederegger Marzipan war bald weit über die Landesgrenzen hinaus berühmt. Großer Beliebtheit erfreuten sich besonders die Vexiersachen, süße Nachbildungen von Früchten und Tieren. Selbst der Zar von Russland wollte nicht auf diese „artigen Betrügereien“ aus Lübeck verzichten: Jahr für Jahr bestellte er ein Dutzend Marzipangänse in Lebensgröße.

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Heute dürfen Marzipanbrote und das rosa Glücksschweinchen auf keinem Gabentisch mehr fehlen. Täglich werden bei Niederegger viele Tonnen Marzipan hergestellt und in über 32 Länder der Erde exportiert. Das Geheimnis des althergebrachten Rezepts für Niederegger Marzipan liegt in der genauen Mischung von Mandeln und Zucker und einer mit Rosenwasser vergleichbaren Zutat. Noch heute wird das Niederegger Marzipan traditionell in Kupferkesseln über offener Flamme geröstet und die Herstellung täglich vom Konditormeister persönlich überwacht.

Der Grundstoff des Marzipans ist die Mandel und bei Niederegger werden ausschließlich aromatische Mittelmeer-Mandeln verwendet, wobei man auf eine besonders gründliche Auswahl der Sorten und Anbaugebiete achtet. Durch persönlichen Einkauf in Spanien, Italien und anderen Mittelmeerländern kommt nur erstklassige Ware nach Lübeck, wo Niederegger daraus gleichmäßige Marzipan-Spitzenqualität herstellt.

Marzipanbrot_HF„Das Geheimnis des Niederegger Marzipans geben wir in unserem Familienunternehmen seit 1806 von Generation zu Generation weiter.“ Auch zukünftig wird Niederegger an dieser Tradition festhalten und seinen Kunden höchste Qualität bieten. So freut sich Holger Strait sehr darüber, dass seine beiden Töchter das Unternehmen gemeinsam weiterführen wollen. Damit bleibt Niederegger auch nach seinem Rückzug in Familienhand und ist in der achten Generation. Dazu passt Straits prägnanter Satz anlässlich des 200-jährigen Firmenjubiläums im Jahre 2006: „200 Jahre sind ein guter Anfang.“

 

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